Was ist eine Blogparade? Ein Leitfaden für Einsteiger

In diesem ausführlichen Leitfaden für Einsteiger erfährst du alles, was du über Blogparaden wissen musst.
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Was ist eine Blogparade? Ein Leitfaden für Einsteiger

Du hast schon einmal von einer Blogparade gehört, weißt aber nicht so recht, was sich dahinter verbirgt? Oder du überlegst, selbst an einer teilzunehmen? Dann bist du hier genau richtig! In diesem Leitfaden erfährst du, was Blogparaden eigentlich sind, wie sie funktionieren und warum es sich lohnt, mitzumachen.

Bloggen ist eine wunderbare Möglichkeit, Gedanken, Erfahrungen und Wissen mit anderen Menschen zu teilen. Doch manchmal fühlt es sich auch ein bisschen einsam an, wenn man allein vor dem Bildschirm sitzt und seine Beiträge schreibt. Wie schön wäre es da, sich mit anderen Bloggern auszutauschen, gemeinsam über ein Thema nachzudenken und dabei vielleicht sogar neue Kontakte zu knüpfen?

Genau hier kommen Blogparaden ins Spiel!

Sie bringen Blogger zusammen, sorgen für frische Ideen und machen aus vielen einzelnen Blogs eine kleine Gemeinschaft. Und das Beste daran: Du musst weder ein besonders erfahrener Blogger sein noch eine riesige Leserschaft haben, um mitzumachen.

Was ist eine Blogparade?

Stell dir vor, jemand stellt eine interessante Frage in den Raum. Vielleicht geht es um die schönsten Reiseerlebnisse, persönliche Erfahrungen mit der Selbstständigkeit oder die Frage, welches Buch das eigene Leben verändert hat.

Anstatt diese Frage nur selbst zu beantworten, lädt die Person andere Blogger dazu ein, ihre Gedanken und Erfahrungen ebenfalls zu teilen. Jeder schreibt dazu einen eigenen Artikel auf seinem Blog. Und schon entsteht eine bunte Sammlung ganz unterschiedlicher Sichtweisen auf ein gemeinsames Thema.

Genau das ist eine Blogparade!

Eine Blogparade ist also eine gemeinsame Aktion mehrerer Blogger, bei der sich alles um ein bestimmtes Thema oder eine Fragestellung dreht. Ins Leben gerufen wird sie von einem sogenannten Initiator, der das Thema vorgibt und andere zum Mitmachen einlädt.

Das Schöne daran ist die Vielfalt: Selbst wenn zehn Blogger über dasselbe Thema schreiben, entstehen oft zehn völlig unterschiedliche Beiträge. Schließlich bringt jeder seine eigenen Erfahrungen, Gedanken und seinen ganz persönlichen Schreibstil mit.

Und nebenbei lernst du vielleicht Blogs kennen, auf die du sonst nie gestoßen wärst.

Wie funktioniert das Ganze?

Der Initiator veröffentlicht auf seinem Blog einen Beitrag, in dem er das Thema der Blogparade vorstellt. Darin erklärt er, worum es geht, wie man teilnehmen kann und bis wann Beiträge eingereicht werden können.

Wenn dich das Thema anspricht, schreibst du einfach einen eigenen Artikel dazu auf deinem Blog. Dabei verlinkst du auf den ursprünglichen Aufruf zur Blogparade, damit deine Leser wissen, woher die Idee stammt und vielleicht selbst Lust bekommen, mitzumachen.

Anschließend machst du den Initiator auf deinen Beitrag aufmerksam. Meist genügt dafür ein kurzer Kommentar unter dem Aufruf zur Blogparade mit einem Link zu deinem Artikel.

Nach dem Ende der Blogparade sammelt der Initiator normalerweise alle eingereichten Beiträge und stellt sie in einem abschließenden Artikel vor.

So entsteht nach und nach eine kleine Sammlung lesenswerter Beiträge, die ein Thema aus vielen verschiedenen Blickwinkeln beleuchten.

Der Ablauf einer Blogparade – Schritt für Schritt

Falls du noch nie bei einer Blogparade mitgemacht hast, klingt das vielleicht zunächst nach etwas Organisationsaufwand. Tatsächlich ist die Teilnahme aber ganz unkompliziert.

Schauen wir uns den typischen Ablauf einmal genauer an.

1. Der Startschuss: Eine Blogparade wird angekündigt

Am Anfang steht eine Idee. Ein Blogger hat ein Thema, das ihn beschäftigt, und möchte wissen, was andere darüber denken.

Daraus macht er eine Blogparade und veröffentlicht einen Aufruf auf seinem Blog.

In diesem Beitrag findest du normalerweise alles, was du wissen musst: das Thema, mögliche Fragen als Anregung, den Teilnahmezeitraum und natürlich die Spielregeln.

Manche Initiatoren geben recht konkrete Fragen vor, andere lassen den Teilnehmern viel Freiraum. Beides hat seinen Reiz.

2. Jetzt bist du dran: Deinen eigenen Beitrag schreiben

Du hast eine Blogparade entdeckt, deren Thema dich interessiert? Prima!

Jetzt kannst du dich ans Schreiben machen. Dabei musst du keineswegs dieselbe Meinung wie der Initiator vertreten oder die Fragen genauso beantworten, wie andere Teilnehmer es tun.

Im Gegenteil: Gerade die unterschiedlichen Sichtweisen machen eine Blogparade interessant.

Vielleicht hast du eine persönliche Geschichte zu erzählen, möchtest deine Erfahrungen weitergeben oder das Thema aus einer ganz anderen Richtung betrachten.

Wichtig ist nur, dass dein Beitrag zum Thema passt und du die Teilnahmebedingungen beachtest.

Vergiss außerdem nicht, den ursprünglichen Aufruf zur Blogparade zu verlinken und dem Initiator Bescheid zu geben, sobald dein Artikel veröffentlicht ist.

3. Gemeinsam für Aufmerksamkeit sorgen

Dein Beitrag ist online? Dann darfst du ihn natürlich auch mit anderen teilen!

Vielleicht veröffentlichst du einen Hinweis auf deinen Social-Media-Kanälen, erwähnst die Blogparade in deinem Newsletter oder erzählst anderen Bloggern davon.

Das hilft nicht nur deinem eigenen Beitrag, sondern macht auch die gesamte Blogparade bekannter.

Denn je mehr Menschen davon erfahren, desto größer ist die Chance, dass weitere interessante Beiträge dazukommen.

Und vielleicht entwickelt sich dabei sogar das eine oder andere spannende Gespräch.

4. Der Abschluss: Viele Beiträge, viele Perspektiven

Ist die Teilnahmefrist abgelaufen, veröffentlicht der Initiator üblicherweise eine Zusammenfassung der Blogparade.

Darin werden die eingereichten Artikel vorgestellt und verlinkt. Manchmal gibt es zusätzlich eine kurze Zusammenfassung der verschiedenen Gedanken und Erkenntnisse.

Für die Teilnehmer ist das eine schöne Gelegenheit, noch einmal zu sehen, was aus der gemeinsamen Aktion geworden ist.

Und für die Leser entsteht eine praktische Übersicht mit vielen unterschiedlichen Beiträgen zu einem Thema.

Übrigens: Nicht jede Blogparade hat ein festes Enddatum. Es gibt auch sogenannte Evergreen-Blogparaden, bei denen du dauerhaft mitmachen kannst.

Beispiele vergangener Blogparaden

Wie unterschiedlich Blogparaden sein können, zeigen die folgenden drei Beispiele. Vielleicht bekommst du beim Lesen ja schon Lust, selbst einmal bei einer mitzumachen.

„Liebesbrief an dein Business“

Wie fühlt es sich eigentlich an, selbstständig zu sein? Was liebt man an seinem Business, und welche Seiten machen einem das Leben manchmal schwer?

Mit diesen Fragen beschäftigte sich eine Blogparade, zu der Steffi Fleischer Anfang 2023 aufgerufen hatte.

Die Resonanz war beeindruckend: Fast 200 Kommentare und offenbar mehr als 80 Blogbeiträge kamen zusammen!

Die Teilnehmer erzählten von den schönen Seiten der Selbstständigkeit, aber auch von Herausforderungen, Zweifeln und persönlichen Erfahrungen.

Gerade solche Themen zeigen, wie wertvoll Blogparaden sein können. Denn häufig stellt man beim Lesen fest, dass andere Menschen ganz ähnliche Gedanken und Erfahrungen haben wie man selbst.

Link: Blogparade: Liebesbrief an dein Business

„Was macht die Selbständigkeit mit mir?“ – Eine Evergreen-Blogparade

Auch diese Blogparade von lexoffice dreht sich um das Leben als Selbstständiger. Allerdings geht es hier weniger um das Business an sich, sondern vielmehr um die persönliche Veränderung.

Wie hat sich das eigene Leben durch die Selbstständigkeit entwickelt? Ist man mutiger geworden? Gelassener? Oder vielleicht auch vorsichtiger?

Besonders interessant ist, dass es sich dabei um eine sogenannte Evergreen-Blogparade handelt.

Das bedeutet: Es gibt kein festgelegtes Enddatum. Wer etwas zum Thema beitragen möchte, kann das grundsätzlich auch später noch tun, solange die Aktion zur Teilnahme offensteht.

Link: Blogparade: Was macht die Selbständigkeit mit mir?

„Mein Gericht – meine Erinnerung“

Manche Gerichte schmecken nicht nur gut, sondern wecken auch ganz besondere Erinnerungen.

Vielleicht erinnert dich der Duft eines frisch gebackenen Kuchens an deine Kindheit. Oder ein bestimmtes Essen lässt dich sofort an einen wunderschönen Urlaub denken.

Genau darum ging es bei der Blogparade „Mein Gericht – meine Erinnerung“.

Die Teilnehmer erzählten von Speisen, mit denen sie persönliche Geschichten und Gefühle verbinden.

Mit knapp 20 Beiträgen kam eine schöne Sammlung kulinarischer Erinnerungen zusammen.

Ein wunderbares Beispiel dafür, dass eine Blogparade weder kompliziert noch besonders fachlich sein muss. Manchmal genügt ein alltägliches Thema, um viele berührende und unterhaltsame Geschichten hervorzubringen.

Link: Blogparade: Mein Gericht – meine Erinnerung

Warum lohnt es sich, an einer Blogparade teilzunehmen?

Vielleicht fragst du dich jetzt, was dir die Teilnahme an einer Blogparade eigentlich bringt.

Natürlich kann sie dabei helfen, deinen Blog bekannter zu machen. Aber das ist längst nicht alles.

Für mich liegt der besondere Reiz von Blogparaden vor allem darin, dass sie Menschen zusammenbringen, die eine gemeinsame Leidenschaft teilen: das Bloggen.

Du schreibst nicht einfach nur einen weiteren Artikel, sondern beteiligst dich an einem Austausch, bei dem viele unterschiedliche Stimmen zu Wort kommen.

Dabei ergeben sich gleich mehrere schöne Möglichkeiten:

  • Du lernst andere Blogger kennen. Vielleicht entdeckst du Blogs, die du bisher nicht kanntest, und knüpfst Kontakte, aus denen sich langfristig ein regelmäßiger Austausch entwickelt.
  • Du bekommst neue Ideen. Manchmal reicht schon eine einzige interessante Frage, um die eigene Kreativität wieder in Schwung zu bringen.
  • Du machst deinen Blog sichtbarer. Durch die gegenseitigen Verlinkungen und das Teilen der Beiträge können neue Leser auf deinen Blog aufmerksam werden.
  • Du entdeckst andere Blickwinkel. Es ist spannend zu sehen, wie unterschiedlich Menschen über ein und dasselbe Thema denken.
  • Du wirst Teil einer Gemeinschaft. Gerade wenn du noch nicht lange bloggst, können Blogparaden eine schöne Möglichkeit sein, in der Bloggerwelt Kontakte zu knüpfen.

Und nicht zu vergessen: Auch deine Leser profitieren davon. Über die Links zu den anderen Teilnehmern finden sie weitere interessante Artikel und entdecken vielleicht einen neuen Lieblingsblog.

Wie findest du eine passende Blogparade?

Du möchtest mitmachen, weißt aber noch nicht, wo du anfangen sollst?

Keine Sorge, du musst nicht lange suchen, um auf interessante Blogparaden zu stoßen.

Viele Blogger kündigen ihre Aktionen direkt auf ihren Blogs oder über Social Media an. Auch in Blogger-Communities werden immer wieder neue Blogparaden vorgestellt.

Halte einfach die Augen offen, wenn du auf anderen Blogs unterwegs bist. Vielleicht entdeckst du ganz nebenbei einen Aufruf zu einem Thema, über das du schon lange einmal schreiben wolltest.

Mein Tipp: Such dir für deine erste Blogparade ein Thema aus, zu dem du wirklich etwas zu erzählen hast.

Du musst keinen perfekten Fachartikel schreiben und auch nicht versuchen, besonders originell zu sein. Oft sind es gerade die persönlichen Erfahrungen und ehrlichen Gedanken, die einen Blogbeitrag lesenswert machen.

Was bleibt: Blogparaden machen das Bloggen ein Stück gemeinschaftlicher

Bloggen bedeutet nicht, dass jeder für sich allein schreiben muss.

Eine Blogparade ist eine schöne Gelegenheit, über den eigenen Blog hinauszuschauen, neue Menschen kennenzulernen und sich mit anderen über ein gemeinsames Thema auszutauschen.

Ganz nebenbei entstehen dabei neue Ideen, interessante Kontakte und vielleicht sogar ein paar zusätzliche Leser für deinen Blog.

Wenn du bisher noch nie bei einer Blogparade mitgemacht hast, probier es doch einfach einmal aus. Du brauchst dafür weder viel Erfahrung noch einen besonders großen Blog. Ein Thema, das dich interessiert, und ein bisschen Freude am Schreiben reichen völlig aus.

Und wer weiß? Vielleicht macht dir das Ganze so viel Spaß, dass du irgendwann sogar deine eigene Blogparade veranstaltest.

In diesem Sinne: Viel Freude beim Schreiben, Entdecken und Vernetzen!

10 Kommentare

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René
https://rene-poepperl.de
René ist seit über 16 Jahren Softwareentwickler. Auf seinen Websites verbindet er seine Leidenschaften Schreiben, Bloggen und Softwareentwicklung und schreibt über Software-Bugs, gibt Tipps zum Bloggen und pflegt ein Verzeichnis von Blogparaden.

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